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Die SunChild Eco-clubs

 

Im Jahr 2006 gründete die FPWC ein Netzwerk von SunChild Eco-clubs in ganz Armenien. Ihr Ziel: Die heranwachsende Generation soll lernen, die Umweltprobleme Armeniens wahrzunehmen – und Wege finden, diese zu lösen. Derzeit unterhält die FPWC fünf SunChild Eco-clubs. Die unabhängigen Bildungseinrichtungen bieten kostenlosen Nachmittagsunterricht für Teenager im Alter zwischen 12 und 16 Jahren. Seit 2006 hat die FPWC mit den Kursen der SunChild Eco-clubs fast 2000 Jugendliche erreicht.

Der Schwerpunkt des Unterrichts liegt auf den Medien Fotografie und Film. Die Jugendlichen drehen unter Anleitung von Profis ihre eigenen Naturfilme und sie begeben sich fotografisch auf die Suche nach dem Besonderen in ihrer Umgebung. Der Blick durch den Sucher der Kamera schärft die Wahrnehmung. Der Unterricht in den SunChild Eco-clubs ermutigt die Jugendlichen, ganz genau hinzuschauen und sensibilisiert sie für ihre Umgebung. Als Filmemacher analysieren sie lokale Probleme und stellen Fragen wie: wer zerstört wo, womit und warum unsere Umwelt? Mit ihren Filmen und Fotos suchen sie aktiv nach Antworten auf diese Fragen. Dabei lernen die Jugendlichen Verantwortung für den Umweltschutz in ihren Gemeinden zu übernehmen – kurz: Es wächst eine Generation heran, die sich für den Erhalt der einzigartigen Biodiversität Armeniens einsetzt.

Die Fotos der „SunChildren“ werden regelmäßig in Ausstellungen gezeigt. Ihre Filme werden im armenischen Fernsehen ausgestrahlt. Aber nicht nur das, auch Umweltfilmfestivals weltweit zeigen die Produktionen der SunChild Eco-clubs. So gewann „Silent Scream“, der erste Film des SunChild Eco-clubs in Urtsadzor, 2008 beim deutschen Umweltfilmfestival „Greenscreen“ den Publikumspreis. 2010 wurde der Film „Eha“ des SunChild Eco-clubs in Garni für einen der renomierten Panda Awards beim Wildscreen-Festival in Großbritannien nominiert.

Der Lehrplan

 

Der SunChild-Lehrplan beschränkt sich nicht nur auf Medienerziehung. In den SunChild Eco-clubs unterrichten Spezialisten die Jugendlichen zusätzlich in Umweltrecht, Journalismus, Englisch und Internetrecherche. Armenologie-Stunden vermitteln den Jugendlichen das Rüstzeug, die eigene Kultur besser zu verstehen. Professionelle Künstler ermutigen die SunChildren, sich auch künstlerisch mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. Die einzelnen Fächer bilden dabei keine fest abgegrenzten Einheiten, sondern sind eng miteinander verknüpft. Der ganzheitliche Lehrplan der SunChild Eco-clubs soll zum einen die Identität der Jugendlichen stärken. Andererseits sollen die jungen Mitglieder eine starke Beziehung zur Natur und ganz besonders zur Flora und Fauna Armeniens entwickeln.

Der Unterricht der SunChild Eco-clubs fordert von den Jugendlichen aktive Teilnahme. Dies ist im armenischen Bildungssystem eine Besonderheit. Die SunChildren sind nicht passive Zuhörer im Frontalunterricht, sondern gestalten die Stunden aktiv mit. Dabei lernen sie, eigene Standpunkte zu vertreten, selbständig Ideen zu entwickeln und Probleme offen anzusprechen.

Ein weiterer Grundpfeiler der SunChild Eco-clubs ist es, die Mitglieder zu Selbstbestimmung, kritischer Aufmerksamkeit und Demokratie zu erziehen. Indem die SunChildren Umweltfilme drehen und eigene Projekte entwickeln, erweitern sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten. Damit steigen nicht nur ihre Chancen auf dem globalisierten Arbeitsmarkt – sie werden auch zu aktiven Mitgliedern einer modernen Zivilgesellschaft. Das pädagogische Ziel der FPWC ist es, die Mitglieder der SunChild Eco-clubs in ihrer gesamten persönlichen und professionellen Entwicklung zu unterstützen. Gleichzeitig werden sie ermutigt, sich als kritische Bürger aktiv für ihre Gesellschaft einzusetzen und sich an demokratischen Einscheidungen zu beteiligen, damit in Zukunft die natürlichen Ressourcen Armeniens nachhaltiger genutzt werden.

Die SunChild Sommerschule

 

Seit 2007 organisiert die FPWC jedes Jahr eine zweiwöchige Sommerschule für die aktivsten Mitglieder der SunChild Eco-clubs. Rund 60 SunChildren im Alter von 12 bis 16 Jahren aus allen Regionen Armeniens nehmen daran teil. Unterrichtsfächer sind Ökologie, Umweltrecht und lokale Verwaltungsorganisation, aber auch investigativer Umweltjournalismus, Film und Armenologie mit Schwerpunkt auf armenischer Kultur und traditionellem Tanz stehen auf dem Programm. Neben dem intensiven Blockunterricht unternehmen die SunChildren Wandertouren, besuchen Kulturdenkmäler, spielen Umweltspiele und solche, die den Zusammenhalt in der Gruppe stärken. Alle während der SunChild Sommerschule behandelten Themen sind eng miteinander verknüpft. In seiner Gesamheit zielt dies darauf, das Bewusstsein der Teilnehmer für ihre „Umweltrechte“ zu stärken. Die Jugendlichen sollen lernen, diese Rechte zu formulieren und sie erhalten das Rüstzeug, um sich zukünftig in ihrer unmittelbaren Umgebung für die Einhaltung dieser Rechte einzusetzen.

 

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